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HUNDERTWASSERKIRCHE

  • 5. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 17 Stunden

Wo Glaube zu Kunst wird!

Hundertwasserkirche Frontansicht

BARRIEREFREI:

Nein

SPORT:

Nein

KINDER:

Ja

GASTRONOMIE:

Nein

TOILETTEN:

Ja - öffentliches WC gegenüber

PARKPLATZ:

Ja - schräg gegenüber

HUNDE:

Ja - nur außen erlaubt

Mitten im weststeirischen Hügelland, in der ehemaligen Bergbaustadt Bärnbach, steht ein Bauwerk, das man so schnell nicht vergisst: die Pfarrkirche Bärnbach – bekannter unter dem Namen Hundertwasserkirche. Was auf den ersten Blick wie ein farbenfrohes Kunstobjekt wirkt, ist tatsächlich ein Ort der Ruhe, des Glaubens und der Begegnung – und zugleich eines der außergewöhnlichsten Wahrzeichen der Steiermark.



Ursprünglich war die Kirche ein ganz gewöhnlicher Bau aus der Nachkriegszeit. Schlicht, funktional und ohne große Besonderheiten erfüllte sie nach ihrer Erbauung von 1948 bis 1950 einfach ihren Zweck. Erst viele Jahre später – 1988 – bekam sie ein völlig neues Gesicht, als der Künstler Friedensreich Hundertwasser sie fertig umgestaltet hatte. Hundertwasser war bekannt für seine Abneigung gegen gerade Linien – und genau das spürt man hier auf Schritt und Tritt. Was hier entstand, ist typisch für ihn – verspielt, unkonventionell und voller Leben.


Hundertwasserkirche linke Seitenansicht

Schon von außen merkt man sofort, dass hier nichts dem Gewohnten folgt. Gerade Linien sucht man fast vergeblich, stattdessen bestimmen weiche Formen und kräftige Farben das Bild. Die Fassade wirkt wie ein Mosaik aus Ideen, während die goldene Kuppel das Ganze krönt und schon von weitem sichtbar macht.



Besonders prägend sind die Torbögen rund um die Kirche, die jeweils für unterschiedliche Religionen stehen: vom Judentum, über den Islam bis zum Taoismus. Dadurch bekommt der Ort eine zusätzliche Ebene: Es geht hier nicht nur um Glauben, sondern auch um Offenheit und ein Miteinander über Grenzen hinweg.


Hundertwasserkirche - Uhrturm

Interessant ist der Kontrast zwischen außen und innen. Während die äußere Gestaltung fast schon laut und verspielt erscheint, ist der Innenraum bewusst ruhig gehalten. Hier tritt die Kunst in den Hintergrund und schafft Raum für das, was eine Kirche eigentlich ausmacht – Stille, Besinnung und ein gewisses Innehalten. Gerade dieser Gegensatz macht den Besuch besonders spannend, weil man von der bunten Außenwelt plötzlich in eine ganz andere Atmosphäre eintaucht.


Hundertwasserkirche - Orgelblick

Heute ist die Kirche längst mehr als nur ein religiöser Ort. Sie steht sinnbildlich für den Wandel der Region und zeigt, wie aus etwas Alltäglichem etwas Einzigartiges entstehen kann. Wer hierher kommt, sieht nicht nur ein Gebäude, sondern eine Idee, die in Form gegossen wurde.


Hundertwasserkirche - Blick auf Mosaik aussen am Turm

Die Hundertwasserkirche ist damit kein Ort, den man einfach abhakt. Sie bleibt im Kopf, weil sie anders ist – und genau das macht sie so besonders. Was einst als schlichte Pfarrkirche begann, zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Weststeiermark und zieht Besucher aus aller Welt an.


© Beitrag verfasst von Jana Strunz-Fundner


© Fotos & Videos von ROCKAUT FILM



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