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BURGRUINE LIGIST

  • 5. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Geheimtipp - Burgruine Ligist!

Burgruine Ligist - rechter Restturm

BARRIEREFREI:

Nein

SPORT:

Ein wenig sportlich sollte man sein

KINDER:

Nur auf den vorgegebenen Bereichen

GASTRONOMIE:

Nein

TOILETTEN:

Nein

PARKPLATZ:

Nein

HUNDE:

Ja

Die Burgruine Ligist – oder auch Burg Lubgast – zählt zu jenen Orten in der Weststeiermark, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, bei genauerem Hinsehen jedoch eine bemerkenswerte Geschichte erzählen. Über dem Ort Ligist gelegen, fügt sich die Ruine nahezu unauffällig in die bewaldete Landschaft ein. Gerade diese Zurückhaltung macht ihren besonderen Reiz aus. Die Ursprünge der Burg reichen in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. In dieser Zeit wurden zahlreiche Höhenburgen errichtet, um territoriale Ansprüche zu sichern und wichtige Verkehrswege zu kontrollieren. Auch die Anlage in Ligist erfüllte diese Funktion. Ein mächtiges Kanonenrondell befand sich auf der Talseite der Burganlage.



Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer und wurde den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Sie diente sowohl als Wehranlage als auch als Verwaltungssitz. 1763 wurde der Meierhof als Herrschaftssitz unterhalb der Burg errichtet, das heutige Schloss Ligist. Nachdem in den Jahren 1809 und 1810 französische Truppe in der Burg wohnten und Teile des Dachstuhls und des Inventars verheizten, stürzten ab 1820 Teile der Burg ein. 1928 hat der Malteser Ritterorden die Burgruine erworben und seit dem Jahr 1975 zeichnet sich der Burgverein verantwortlich für ständige Erhaltungsarbeiten – mit finanzieller Unterstützung des Ordens und der Marktgemeinde Ligist.


Burgruine Ligist - von der hinteren Seite

Wer sich heute die Burgruine anschaut, sieht nur noch Teile des ursprünglichen Baus. Mauerreste, Fundamentstrukturen und einzelne Abschnitte der Befestigungsanlagen lassen jedoch die einstige Größe erahnen. Besonders auffällig ist die Einbettung der Ruine in die Natur. Vegetation hat sich über die Jahrhunderte ihren Platz zurückerobert und verbindet sich heute mit den historischen Steinen zu einem stimmigen Gesamtbild.



Der Weg zur Ruine führt durch ruhiges Waldgebiet und ist vergleichsweise kurz, wodurch sich der Ort gut für einen Ausflug eignet. Oben angekommen eröffnet sich ein weiter Blick über das umliegende Hügelland der Weststeiermark. Die Kombination aus Landschaft und Geschichte macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.


Burgruine Ligist - Front mit Schild und Geschichte

Die Burgruine Ligist steht beispielhaft für viele kleinere, weniger bekannte Anlagen der Region, die oft im Schatten größerer Sehenswürdigkeiten stehen. Gerade darin liegt jedoch ihr Wert. Sie ermöglicht einen unmittelbaren Zugang zur regionalen Geschichte, fernab von touristischem Trubel. Wer sich Zeit nimmt, die Ruine in Ruhe zu erkunden, entdeckt nicht nur ein Stück mittelalterlicher Vergangenheit, sondern auch einen Ort, der heute vor allem durch seine Stille und Ursprünglichkeit beeindruckt.


Burgruine Ligist - Innenhof

Wer sich außerdem ein bisschen die Beine vertreten möchte, kann sich auf den Vogelstimmenweg rund um die Ruine machen und auf einer Strecke von ca. 1,8 Kilometern Informationen zu den im Schlosswald beheimateten Vögeln erhalten.


© Beitrag verfasst von Jana Strunz-Fundner


© Fotos & Videos von ROCKAUT FILM



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